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Geplante Skigebietsverbindung Hochoetz-Kühtai

Ein weiteres Erschließungsprojekt in Tirol droht einzigartigen Naturräumen schweren Schaden zuzufügen

[23.01.2019] Zur geplanten Skigebietsverbindung Hochoetz-Kühtai wurden jetzt neue Details veröffentlicht. Neue Lifte und Pisten würden das naturbelassene Erholungsgebiet um Schafjoch und Feldringer Böden schwer beeinträchtigen. Bitte um Ihre Unterstützung der Petition zur Erhaltung der Tiroler Naturlandschaft!

Die geplante Skigebietsverbindung Hochoetz-Kühtai im Überblick (Foto: ÖAV)zoom

Der Zusammenschluss der Skigebiete Kühtai und Hochötz nimmt jetzt konkrete Formen an, berichtet der ORF am 22. Jänner 2019. Die Verantwortlichen haben bei einem Pressetermin den genauen Stand der Planungen vorgestellt. Es soll neue Bahnen und zusätzliche Pisten geben.

Der Knotenpunkt des geplanten Skigebietszusammenschlusses werde das Schafjoch sein. Von dort sollen Richtung Inntal hinunter auch 38 Hektar Piste führen. Notwendig werden deshalb auch Beschneiungsanlagen und ein Speicherteich.

PETITION: Bitte um Ihre Unterstützung!

Die Feldringer Böden sind ein weitgehend naturbelassenes Hochplateau westlich von Kühtai auf 2.000 m Seehöhe. Durch die gute Erreichbarkeit und die lawinensichere Lage ist das Gebiet bei Familien und Tourengehern äußerst beliebt. Eine skitechnische Erschließung und Nutzung des Schafjochs in direkter Nähe zu den Feldringer Böden würde der Natur schweren Schaden zufügen. Geschützte Amphibien würden ihren Lebensraum verlieren und das Landschaftsbild wäre nachhaltig zerstört. Die Errichtung von Speicherteichen für die künstliche Beschneiung könnte den Wasserhaushalt empfindlich stören.

Für die Ausdehnung der Skigebiete Hochoetz und Kühtai über das Gebiet Feldringer Böden/Schafjoch darf keine Genehmigung erteilt werden. Wir bitten um Ihre Unterstützung!

Beteiligungsmöglichkeit vor Ort | Gemeindeversammlung am 25.1.2019

Am Freitag, 25. Jänner 2019, 20 Uhr findet eine öffentliche Gemeindeversammlung im Mehrzwecksaal der Gemeinde Silz, der Heimatgemeinde von Kühtai, statt. Dabei wollen die Projektbetreiber den Silzer Gemeindebürgern ihre Pläne vorstellen.

Spätestens zwei Wochen später wird der Gemeinderat darüber abstimmen, ob die Gemeinde den Skigebietszusammenschluss Hochoetz-Kühtai unterstützen wird. Vom Ausgang dieser Abstimmung wird wesentlich abhängen, ob das Projekt für die UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) eingereicht wird. Bei der letzten Gemeinderatssitzung hat Philip Haslwanter, GF der Bergbahnen Kühtai, durchblicken lassen, dass ohne Mehrheitsbeschluss das Projekt kaum Aussicht auf Realisierung hat.

DIe Bürgerinitiative gegen die Zerstörung von Feldringer Böden und Schafjoch fordert alle UnterstützerInnen (vor allem jene aus Silz und Umgebung) auf, die von ihnen gewählten Gemeinderäte und den Bürgermeister zu kontaktieren und sie an ihre Verantwortung für kommende Generationen zu erinnern, die auch noch intakte Natur vor ihrer Haustür genießen wollen.

So können Sie vor Ort aktiv werden: Entweder per Mail an buergermeister@silz.tirol.gv.at und gemeinde@silz.tirol.gv.at oder über die Teilnahme an der öffentlichen Sitzung! Zeigen Sie, dass Sie zu den Vielen gehören, die nicht mit der derzeitigen Entwicklung einverstanden sind.

TV-Dokumentation: Wie der Wintertourismus den Alpen schadet

Höher, weiter, schneller: Mehr Pistenkilometer, mehr Party, mehr Kunstschnee - dank Schneekanonen notfalls auch im Grünen. Der Ausbau der Alpen spaltet die Anwohner. Doch jetzt wehren sich immer mehr von ihnen gegen die Zerstörung und Kommerzialisierung ihrer Heimat.

report München über zerstrittene Dörfer, erbitterte Diskussionen und Schönheit und Schrecken der Winterwelt. Online bis 08.01.2020.

TV-Dokumentation "Wie der Wintertourismus den Alpen schadet"
 
Feldringer Böden, Hochoetz-Kühtai (Foto: Gerd Estermann)zoom
Feldringer Böden, Hochoetz-Kühtai (Foto: Gerd Estermann)zoom
 

Kampagne #UNSEREALPEN von ÖAV, DAV und AVS

Sie sind Spielplatz, Kraftspender, Urlaubsziel und gefährdetes Paradies zugleich: Die Alpen beherbergen eine einzigartige Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Sie sind die Lebensgrundlage und der Lebensraum vieler Menschen. Sie bieten eine einmalige Landschaft. Aber: Die Alpen sind bedroht. Vom Tourismus. Vom Verkehr. Und von den vielen weiteren Erwartungen und Konsequenzen der globalisierten Welt. Schon jetzt haben unsere Alpen viele Wunden davongetragen und aktuelle Fehlentwicklungen lassen weitere Schäden befürchten. Trotzdem sind wir fest davon überzeugt:

DIE ALPEN SIND SCHÖN. NOCH.
ES LOHNT SICH, DAFÜR ZU KÄMPFEN.

Kampagne "Unsere Alpen"
 

Wir alle sind gefragt, wenn es um die Bewahrung der Alpen geht. Aus diesem Grund haben die Alpenvereine 2018 die gemeinsame Kampagne "Unsere Alpen" gestartet. DAV, ÖAV und AVS möchten damit in einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen, wie einzigartig, vielfältig und wertvoll die Alpen sind – und aufzeigen, dass dieser Natur- und Kulturraum massiv bedroht ist.

Wir freuen uns, wenn Sie uns bei den nächsten Aktionen unterstützen! Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf www.unsere-alpen.org und unter dem Hashtag #UNSEREALPEN.

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Schigebietsverbindung Hochoetz-Kühtai

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