Österreichischer Alpenverein

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Inklusion von behinderten Kindern und Jugendlichen

In der österreichischen Verfassung ist im Art. 7 verankert, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Behinderung ist keine Eigenschaft der Betroffenen, sondern entsteht auf Grund vielfältigster Barrieren (nicht nur baulicher), sodass Menschen mit Beeinträchtigung (körperliche, psychische oder geistige) nicht gleichberechtigt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können.

Das Leben behinderter Frauen und Männer, Kinder und Jugendlicher, aber auch deren Angehöriger, ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Fremdbestimmung und Abhängigkeit. Gerade für Kinder und Jugendliche ist der Freiraum für Begegnungen mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten - mit und ohne Behinderung - für attraktive Unternehmungen
ohne Eltern noch einmal kleiner. Die Selbstverständlichkeit behinderten Menschen auch Freizeiteinrichtungen bzw. -aktivitäten zu erschließen ist noch weitgehend unterentwickelt. Erlebnis, Spannung und Abenteuer sind menschliche Grundbedürfnisse.

    Erlebnisorientierte Aktivitäten als Chance

    ... bieten einen unmittelbaren Zugang zur Umwelt und sind oft sehr gefühlsintensiv. Herausforderungen annehmen und die daraus resultierenden Erfolgserlebnisse zu genießen, sind speziell für behinderte Kinder und Jugendliche selbstwertsteigernde Erfahrungen. Die Alpenvereinsjugend will ihre Möglichkeiten nutzen und in diesem Bereich Verantwortung übernehmen. Dies ist in den Positionspapieren verankert.

    Was wir tun:

    • Veranstaltungen werden klar und differenziert ausgeschrieben (Zugangsbestimmungen)
    • Behinderte Menschen werden in den Ausschreibungen aktiv angesprochen
    • Neben den speziellen Camps ist auch bei allen anderen Aktivitäten die Teilnahme behinderter Jugendlicher unter bestimmten Voraussetzungen möglich
    • Wir halten uns an den Grundsatz der Unteilbarkeit von Inklusion. Jeweils im Einzelfall entscheiden die Verantwortlichen gemeinsam mit Betroffenen bzw. deren Angehörigen, ob das Angebot geeignet ist
    • Wir schaffen soweit wie möglich die notwendigen Rahmenbedingungen (Zeit, Raum, finanzielle und Personal-Ressourcen) für eine gelungene Inklusion
    • Wir binden alle TeilnehmerInnen aktiv ein, wir reden mit ihnen, nicht über sie
    • Wir holen uns Rat und Unterstützung bei Expert/innen und auch bei den betroffenen Personen selbst
    • Wir sehen Inklusion nicht als Angleichung an eine Norm, sondern als gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe
    • Wir gehen sensibel im Sprachgebrauch um; d. h. wenn wir eine Gruppe ansprechen, dann reden wir von behinderten Menschen/Personen, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Beeinträchtigung. Es leidet auch niemand an einer Behinderung und statt Pflege und Betreuung brauchen sie Unterstützung und Assistenz
    • Bei Investitionen in Gebäude und Infrastruktur werden so weit wie möglich barrierefreie Baupläne realisiert. Unsere Medien (z.B. Homepage) erfüllen die geforderten Standards
    Familienarbeit