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Hüttentipp Juni 2019 – Rudolf-Schober-Hütte (1.667 m) (Hüttentipp Juni 2019 – Rudolf-Schober-Hütte)

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Hüttentipp Juni 2019 – Rudolf-Schober-Hütte (1.667 m)

Vergessen von der Welt liegt an der Südseite der Schladminger Tauern ein Schatzkästchen der Natur: Die Steirische Krakau, der Kurort mit der besten Luft Österreichs. Inmitten von duftenden Zirbenwäldern, stillen Seen und grünen Bergen steht hier, alt und erhaben, auf 1.667 m die Rudolf-Schober-Hütte.

Foto: L. Löwenherzzoom

Atmen ist Leben. Über die Atemluft verbinden wir uns mit unserer Umwelt, nehmen sie in uns auf. Einatmen. Ausatmen. Der Etrachsee. Im Schutz uralter Steinriesen spiegeln sich grüne Nadelwälder im kristallklaren Wasser. Hin und wieder springt ein Saibling aus dem Wasser. Lindgrünes Seggenried wächst idyllisch am Zulauf des vor 400 Jahren künstlich geschaffenen Rückhaltebeckens, das die Wiesen und Felder der Krakauer Bauern vor Hochwasser schützt. Es ist, als betrachte die Natur hier selbstverliebt ihr Spiegelbild. Der Weg zur Rudolf-Schober-Hütte beginnt am Seeufer, führt bergauf durch einen Wald voller Pilze und über blumige Almen, durch die sich wild und frei der Etrachbach schlängelt. Es ist nicht weit. Die letzten Meter wird es steil und schon steht sie da: rundum mit Zirbenholz-Schindeln gedeckt, von gelben Sonnenschirmen umkränzt, in ihrem ganzen 124-jährigen Sein: Die Rudolf-Schober-Hütte.

Die Rudolf-Schober-Hütte hat Platz für insgesamt 27 Gäste, 18 davon im Lager. Ein eigenes Kleinkraftwerkt sorgt für Strom und immer warme Heizkörper. Die Bio-Kläranlage bringt die dagelassenen Geschenke der Gäste mit Hilfe eines Bauern wieder in den natürlichen Kreislauf.

Beim Essen legt Hüttenwirt Markus Wert auf Bioqualität und bezieht regelmäßig Mangalitza-Schweinefleisch, Bio-Rind und Bio-Ziegenkäse von Bauern ganz in der Nähe. Besonderer Tipp: das Mangalitza Speckbrot und die selbstgemachten Kärntnernudeln. 

Der gute Geist der Rudolf-Schober-Hütte, Hüttenwart Toni Piller ist oft auf den Wanderwegen über der Hütte anzutreffen. „Für mich ist hier das Paradies. Ich hab‘ 30 Jahre lang das Radl abgespult und jetzt das Auskommen in der Pension“, erzählt der ehemalige Lokführer und Hobbytischler. Dank seiner fleißigen Besuche gibt’s ein gutes Einverständnis mit dem umliegenden Bauern, immer genug Holz vor der Hütte und einen kuhsicheren Zaun drum herum. Der ist wichtig, denn die Krakau hat mehr Kühe als Einwohner. Weil oft die Sonne scheint – etwa gezählte 1.800 Stunden im Jahr – steht hier auch der höchstgelegene Bergbauernhof der Steiermark.

Fotos: L. Löwenherzzoom
Fotos: L. Löwenherz
Foto: M. Arzbergerzoom
Foto: M. Arzberger
 

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